Kurzporträt Mauricio Funes

Mauricio Funes ist einer der renommiertesten Journalisten El Salvadors und Zentralamerikas.
Er wurde 1959 in San Salvador geboren und absolvierte seine Schulausbildung im Colegio Externado San José  und studierte dann an der Jesuitenuniversität UCA. 1986 begann er Praktikum als Redakteur bei Noticiero Tele 10, einem Porgramm des staatlichen Fernsehkanals 10. 1987 bis 1991 leitete er Al DÍa, eine Interviewreihe, in der er politische Spielräume auslotete und öffnete, u.a. durch Interviews mit dem damaligen Guerillakommandanten Villalobos (1988). In seine Zuständigkeit fiel auch die Parlamentsberichterstattung.  

 

1991 war er ein Mitgründer des Centro de Audiovisuales de la UCA y von Radio YSUCA. 1992 kehrte er zu Canal 12 als verantwortlicher Redakteur von Al Día zurück. In den nächsten drei Jahren wurde er berühmt für seinen kritischen Interviews. 1997 wurde er zum Informationsindentanten von Canal 12 bestellt.


Funes galt in der herrschenden ARENA immer als kritischer und unbequemer Journalist. 1997 bis 2003 betreute er Sin Censura, ein Kommentarformat, in dem er häufig die Regierungspolitik kritisierte. Das führte zu zahlreichen polemischen Auseinandersetzungen mit Regierungsmitgliedern, besonders 2001, als er die mangelhafte Abwicklung der Erdbebenhilfe durch die zuständigen Regierungsorgane öffentlich anprangerte. Funes arbeitete aus als Korrespondent für den US-Nachrichtenkanal CNN.

Im Februar 2005 wurde er von Canal 12 entlassen, was zu etlichen Demonstrationen und Unmutsäußerungen auf den Straßen San Salvadors führte.  Bereits im Mai kehrte er wieder auf die Bildschirme zurück – mit der Interviewreihe "La Entrevista" auf den Kanälen 15 und 21 von Megavisión. Aus dieser zeit stammen auch Funes gute Kontakte zu Geldgebern und Wirtschaftstreibenden. Schon im Herbst dieses Jahres war seine Sendung zur meist gesehenen Sendung am Vormittag geworden. Die Liste der von ihm interviewten Persönlichkeiten ist beeindruckend, finden sich dort doch klingende Namen wie João Baena Soares, Javier Pérez de Cuéllar, César Gaviria, Felipe González, Hugo Chávez, Fidel Castro und Luiz Inácio Lula da Silva.

Im April 2007 spekulierten die Medien erstmals über seine mögliche Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2009. Seit April 2007 hat er auch eine eigene Radiosendung mit dem Namen Sin censura bei Radio mi Gente, jeweils am Dienstag und Freitag am späten Nachmittag/frühen Abend.

Funes ist in zweiter Ehe mit der brasilianischen Diplomatin Vanda Pignato de Funes verheiratet. Diese ist die Vertreterin der PT (brasilianische Arbeiterpartei) in Mexiko und Zentralamerika. Mit ihr erwartet er sein fünftes Kind  Im Oktober ereilte ihn ein schwerer Schicksalsschlag. Ein Sohn aus erster wurde bei einem Autounfall in der Nähe von Paris getötet.

http://www.laprensagrafica.com/nacion/887339.asp auch zum Anhören
http://es.wikipedia.org/wiki/Mauricio_Funes
http://www.globaljournalist.org/archive/Magazine/Silenciando-20022q.html

 

Auf youtube gibt es zahlreiche Kurzvideos zum Anschauen.

 

 

 

 

 

Aktualisiert: 23. 12. 2008