Archiv Frühjahr 2009

El Salvador erhält erstmals einen linken Präsidenten

Mauricio Funes entreißt der Rechten die Macht an der Urne
15 Jahre und vier Wahlgänge hat es gedauert, bis die FMLN endlich die politische Wende geschafft hat und 20 Jahre Herrschaft der rechtsgerichteten ARENA beendet hat.

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>> Fotos von der Siegesfeier (Powerpoint)

 

Politischer Umbruch in El Salvador

Nach dem Sieg der FMLN bei der Präsidentschaftswahl in El Salvador bietet sich nach Einschätzung von Hector Silva "eine historische Chance" für das Land. Der künftige Präsident Mauricio Funes könne die Spaltung des Landes überwinden, betonte der ehemalige Bürgermeister von San Salvador.
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El Salvador wird sozialdemokratisch

Ein Kommentar von Tobias Lambert

Die Angstkampagne der rechten Regierung verfehlte ihr Ziel. Erstmals seit Ende des Bürgerkrieges 1992 erlebt El Salvador am Sonntag einen Machtwechsel. 51,27 Prozent der Wählerinnen und Wähler gaben dem populären FMLN-Kandidaten Mauricio Funes ihre Stimme. Rodrigo Ávila erreichte für die seit 20 Jahren regierende Nationalistische Republikanische Allianz

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Parlamentswahlen: moderater Sieg für die FMLN

Der erste Schritt ist getan, wir sind die stärkste politische Kraft im Land geworden. Nun kommt der Wandel in El Salvador«, gab sich Mauricio Funes, Präsidentschaftskandidat der linken Nationalen Befreiungsfront Farabundo Marti (FMLN), nach den Parlaments- und Kommunalwahlen vom 18. Jänner zuversichtlich im Hinblick auf die entscheidenden Präsidentschaftswahlen am 15. März. 

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Superwahljahr in El Salvador - eine Analyse

Die Parlaments- und Bürgermeisterwahlen am 18. Januar 2009 waren der Startschuss für das „Superwahljahr“ in El Salvador. Gewählt wurden an diesem Sonntag 262 Bürgermeister, 84 Abgeordnete für das nationale Parlament und 20 Abgeordnete für das zentralamerikanische Parlament (PARLACEN). Den Höhepunkt des Wahljahres 2009 bilden dann am 15. März die Präsidentschaftswahlen.
Eine ausführliche Analyse der Friedrich-Ebert-Stiftung

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Hoffen auf Obama?

Auf den Straßen San Salvadors wurde der Wahlsieg Obamas gefeiert und mit ihm das Ende von acht Jahren Bush-Regierung. Viele sehen Im Sieg Obamas einen harten Schlag gegen die rechte Regierung, deren Machterhalt nicht zuletzt von der besonderen Beziehung zur Bush-Administration abhängig war. Obama hat schon jetzt den rechten US-Botschafter per 20. Jänner abberufen.

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Die Wege des Lebens

Daniela Ingruber in einem Interview mit dem Dekan der University for Peace und prominenten salvadorianischen Sozialdemokraten Victor Valle über Barack Obama, die FMLN, die Versöhnung und die Wahlen.

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Zum 70. Geburtstag des Befreiungstheologen Jon Sobrino

Jon Sobrino war theologischer Berater des 1980 in San Salvador ermordeten Erzbischofs Oscar Romero, für den derzeit ein Seligsprechungsverfahren läuft. Gegen Sobrino jedoch, der als geistiger Erbe Romeros gilt, hatte Kardinal Ratzinger noch als Präfekt der Glaubenskongregation im Jahr 2001 ein Lehrbeanstandungsverfahren eingeleitet. Am 27. 12. 2008 feiert er seinen 70. Geburtstag.

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Neuer Erzbischof von San Salvador ernannt

Papst Benedikt XVI. hat den 49jährigen Jose Luis Escobar Alas am Samstag zum neuen Erzbischof der Hauptstadt San Salvador ernannt. Seit sechs Jahren war Escobar Alas zunächst Weihbischof und dann Bischof von San Vicente. Damit wird er Nachfolger vom Fernando Saenz Lacalle von der Personalprälatur Opus Dei. Saenz Lacalle war seit 1995 Oberhirte von San Salvador.

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Mordanklage gegen Ex-Präsidenten Cristiani in Spanien

Neunzehn Jahre nach dem Mord an sechs Jesuiten soll Exstaatschef Cristiani dafür vor Gericht. Vorbild der Klage in Spanien ist der Fall des chilenischen Diktators Pinochet.

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Armut – ein Monster, das weiter wächst

Das Dorf Talchiga,  in El Salvador wird von etwa 20 Familien bewohnt. Seit Jahrzehnten leidet das Dorf an den Folgen des Bürgerkriegs, der Vernachlässigung und Armut. Die 100 BewohnerInnen, von denen 60 Kinder und Jugendliche sind, leben in Holzhäusern mit Lehmboden, es gibt kein sauberes Trinkwasser, keinen Strom und keine Aussicht auf eine Besserung der Lage.

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Kampagne gegen den Berbau geht weiter

Im November kündigten die Organisationen, die sich zum Nationalen runden Tisch gegen den Bergbau zusammengeschlossen haben, einen Bürgerbrief an Präsident Saca an. Darin wollen sie einmal mehr der Forderung der Bevölkerung nach Beendigung aller Bergbauprojekte Ausdruck verleihen. Derzeit bestehen in El Salvador 29 Projekte zur Errichtung von Bergwerken mit dem Ziel 14 Mio. Unzen Gold und 90 Mio. Unzen Silber zu schürfen.

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Zahl der Morde auch 2008 ungebrochen hoch

92 von 100.000 jungen Menschen werden jährlich Opfer von Gewaltverbrechen. Allein in der Weihnachtswoche wurden 60 Menschen ermordet. Insgesamt wurden nach Angaben der Polizei im Jahr 2008 3.136 Menschen getötet, mehrheitlich mit Feuerwaffen.

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„Die Gewalt ist unser ständiger Begleiter“

Der IPS-Korrespondent Raúl Gutiérrez im Interview mit PUPPET, Anführer der Gang Pandilla 18. Er sagt, dass er die Bibel drei Mal gelesen hätte und dass die Bandenmitglieder nicht nur „Täter, sondern auch Opfer des Systems der Gewalt in El Salvador“ seien. Er ist einer der Anführer der Pandilla 18.

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Aktualisiert: 26.5 2009